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Kreativkurse: Besser Vor-Ort oder digital?

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Erinnerst du dich noch an Bob Ross? Diesen fröhlich drein blickenden Mann mit dem riesigen Lockenkopf? Unermüdlich und voller Freude malte er opulente Landschaftsbilder. Bei denen ich ehrlich gesagt jedesmal dachte, er würde mit jedem weiteren Pinselstrich das Bild ruinieren. Tat er aber nicht. Es gelang ihm immer. Allein das war schon ziemlich einzigartig. Was ist denn dann noch besonderes daran? Also, neben der ganz eigenen Maltechnik und seiner sehr sanften und schmeichelnden Stimme. Naja. Er malte im Fernsehen. Damals, Mitte der Achtziger, war das etwas wirklich neues: ein Fern(seh)malkurs. Ein kreativer Kurs, in dem der Lehrer vor der Kamera unbekannte Zuschauer unterrichtete.

„Just a small little tree, and he lives right here. Happy little trees.“

Bob Ross

Ja, und heute? Heute finden sich im Internet unzählige kreative Kursangebote. Heute ist es wirklich einfach, auf ganz unterschiedliche Arten an Malkursen teilzunehmen. Es gibt nicht mehr nur Malkurse vor Ort, oder bestenfalls im Fernseher, sondern auch jede Menge digitale Angebote. Es hat sich viel verändert. Und, ganz ehrlich, gerade in Zeiten von, oder seit Corona ist die Frage, ob ein Kreativkurs vor Ort oder digital absolvieren werden sollte echt relevant. Also, was ist besser? Komm, wir gucken uns mal die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten an.

Kurs und Kursmaterialien:

Bei Vor-Ort Malkursen erhält man normalerweise physische Arbeitsmaterialien, während bei digitalen Kursen die Materialien selbst besorgt werden. Das Vorhandensein der Materialien erleichtert in jedem Fall den Start. Hier noch ein Gedanke hinsichtlich Verfügbarkeit des Kurses selbst, der ja auch irgendwie ein Bestandteil der Arbeitsmaterialien darstellt: Die digitalen Plattformen ermöglichen es, die Aufzeichnung der Kurse jederzeit erneut abzuspielen, so ist es möglich, sich Inhalte noch einmal anzusehen. Und noch einmal. Und, du ahnst es, noch einmal.

Die Gemeinschaft:

Ein wirklich offensichtlicher Vorteil von Kursen vor Ort ist die Möglichkeit mit anderen kreativen und gleichgesinnten Menschen in „echten“ Kontakt zu kommen. Sich gegenüber zu sitzen, sich den Pinsel zu reichen, eine Limo miteinander zu trinken. Es kommen Menschen, die die gleiche Leidenschaft teilen, zusammen. Einer der erfüllendsten Aspekte von Malkursen ist damit die Gemeinschaft, die entstehen kann. Bei digitalen Malkursen ist diese Gemeinschaft von virtueller Natur. Das muss aber nicht weniger herzlich sein. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Der Malort:

Wenn es um den Ort geht, haben digitale Malkurse den Vorteil, dass man bequem von zu Hause aus teilnehmen kann. Zu jedem Zeitpunkt, im eigenen Tempo, mit oder ohne Unterbrechungen. Man spart Fahrzeit und kann es sich gemütlich in seinen eigenen vier Wänden einrichten. Denn, mal ehrlich, wie oft hast du dir schon etwas für dich vorgenommen und dann kam etwas dazwischen? Die Öffis, die streikten. Das nicht enden wollende Meeting. Die Einkaufsliste fürs Abendbrot. Der fiese Schnupfen deines Kindes. Ehrlich, ich weiß, wovon ich rede. Seit der Geburt meines ersten Kindes bin ich mit dererlei Veranstaltungen eher vorsichtig. Da sind Online-Angebote wirklich ein Segen.

In meinen Online-Kurs Videos zeige ich im Detail, wie ein Motiv erstellt wird. Das kannst du dann immer wieder ansehen. Super praktisch.

Jedoch: Vor-Ort-Kurse bieten oft die spannende Möglichkeit, neue Orte zu entdecken. Man kann in eine neue, inspirierende Umgebung eintauchen, neue Menschen kennenlernen und sich mit dem Kursinhalt so noch einmal ganz anders auseinandersetzen. Wer weiß, wo ein Malkurs in deiner Nähe stattfindet? In der kleinen Bar um die Ecke, in einer alten umgebauten Kirche, einer mit vibrierender Kunst vollgestopften Galerie, an lauen Sommerabenden im Freien?

Der/die LehrerIn:

Ganz klar, der oder die LehrerIn ist einer der wichtigsten Aspekte eines Malkurses. Bei einem Malkurs Vor-Ort trifft man seine/n LehrerIn von Angesicht zu Angesicht, während bei digitalen Kursen der Kontakt über das Internet erfolgt. Ein Aspekt ist dabei die reale, echte und persönliche Erfahrung. Man kommt sich also nah. Vor Ort kann der Lehrer während des Schaffens direkt Rückmeldungen geben und auf aufkommende Fragen eingehen. Das ist bei digitalen Angeboten nicht immer, oder, sagen wir mal, anders möglich.

Unabhängig von körperlicher Präsenz ist jedoch festzuhalten, dass eine positive und wertschätzende Beziehung eine wichtige Rolle bei der Motivation spielt. Dabei ist es eher Geschmacksache, wie notwendig es ist, dass sich LehrerIn und SchülerIn gegenübersitzen. Viel wichtiger ist es, meiner Meinung nach, eine geeignete Lehrperson zu finden, bei der man sich wohl fühlt und von der man inspiriert wird.

Die Kosten:

Klar, Hobbys bringen uns ein Wohlgefühl. Sie stiften fernab des Alltags Sinn. Und, gerne lässt man sich das auch etwas kosten. Unterm Strich ist das Budget aber dann doch ein limitierender, oder zumindest entscheidender Faktor bei der Wahl eines Malkurses.

Digitale Kurse sind in ihrem Kaufpreis oft günstiger als Vor-Ort Kurse. Für den Kursteilnehmer entfallen zudem z.B. Kosten für An- und Abreise. Bei einem Vor-Ort Kurs hingegen ergibt sich der höhere Preis meist aus Kosten wie Raummiete, Getränke und Snacks, Materialbereitstellung und Anwesenheit des Kursleiters oder der Kursleiterin.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt bei einem Malkurs ist das benötigte Material. Bei Vor-Ort Kursen ist das Material meist in den Kursgebühren inbegriffen und wird direkt vor Ort zur Verfügung gestellt. Bei digitalen Kursen muss das Material jedoch selbst besorgt werden. Hierbei solltest du dich schon vor Beginn des Kurses genau informieren, welche Materialien benötigt werden und entsprechend vorsorgen. Gerade beim malen mit Watercolor kann das (hochpreisige) Angebot an Papieren, Pinseln und Farben wirklich überwältigend sein. Als Beginner ist es dann sehr erleichternd sich einfach auf das Angebot des Kursleiters, der Kursleiterin verlassen zu können.

Ich gebe mit meiner Materialempfehlung Qualität gegenüber Quantität stets den Vorzug. Die Anschaffungen sollen sinnvoll und leistbar sein. Mein Anspruch ist es, zu zeigen, dass weniger mehr ist. Zu einem ähnlichen Preis.

Ja, und was heißt das jetzt?

Du hast jetzt sicherlich schon bemerkt, es gibt bei der Entscheidung für einen digitalen oder Vor-Ort-Malkurs viele Aspekte zu berücksichtigen. Ob es um den Ort, die direkte Betreuung, die Zeitflexibilität, die Kosten oder das Material geht – jeder Aspekt hat seine Gesichtspunkte. In erster Linie solltest du dich also fragen, welche Art von Kurs am besten zu dir passt und welche Bedürfnisse du bei einem Malkurs hast. Egal, für welche Art von Kurs du dich nämlich letztendlich entscheidet – die Hauptsache ist, dass du Spaß am Malen hast!

Ergründe deine aktuellen Bedürfnisse und Wünsche, bevor du dich für eine der beiden Optionen entscheidest. Das Beste ist, ob du nun einem digitalen Kurs oder einem vor Ort-Kurs beiwohnst, kannst du für jedes „Projekt“ neu entscheiden. Heute Abend brauchst du vielleicht den digitalen Kurs, auf den du in deinem Tempo und genau in deiner Zeitinsel zugreifen kannst. Und in zwei Wochen bevorzugst du den Kurs um die Ecke. In jedem Fall bist du kreativ. Juchee!

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Mehr Artikel zu persönlichen Themen, How-Tos, Inspirationen und Kreativität erwarten dich. Ist auch eine Form der me-time, also nimm dir deine Zeit. 💜


4 Responses

  1. Liebe Shireen,

    dein Artikel ist einfach wundervoll, vielen Dank dafür! 😄 Ich bin ein großer Fan von Kreativkursen und schwöre auf Präsenzkurse. Es herrscht einfach eine ganz andere Energie, und man lernt so viele nette Gleichgesinnte kennen. Wenn nicht gerade ein Virus die Welt lahmlegt, bevorzuge ich bei fast allem die „reale“ Welt. Das gilt auch für meine Arbeit als Life Coach für berufstätige Mütter. Digitales Arbeiten und virtuelle Treffen bieten zwar Flexibilität und Ortsunabhängigkeit, aber am Ende ist es einfach nicht dasselbe.

    Ganz liebe Grüße,
    Luisa Riffel aus Berlin-Charlottenburg 😊🌟

    1. Liebe Luisa,
      danke für deinen wertschätzenden Kommentar. Ich kann deine Argumente vollends mitgehen. Diese besondere Energie, wenn wunderbare Menschen zusammenkommen, sich austauschen und miteinander wachsen, das ist digital tatsächlich sehr schwierig zu erhalten. Wir sind einfach soziale Wesen 💜 Mit meiner knappen Zeit, die auch immer wieder unberechenbar gekappt wird (huch, was für einen Virus hast du denn aus der Kita mit nach Hause gebraucht?), bin ich sehr dankbar um die Möglichkeit der digitalen Kurse. Ich würde sonst tatsächlich sehr viel weniger meinen Interessen nachgehen können – auch mal abends um 23 Uhr für eine viertel Stunde, oder während des Mittagsschlafs des Kleinsten für 20 Minuten. Ich freue mich, dass ich stets die Möglichkeit nutzen kann, die gerade in diesem Moment in mein Leben passt.
      Ich sende sonnige Grüße nach Berlin-Charlottenburg

  2. Klasse der Vergleich zwischen Offline und Online. Ich habe vor einigen Jahren mehr Kreativität in meinem Alltag integrieren wollen und habe mit dem täglichen Zeichnen begonnen. Dies funktionierte mit digitalen Angeboten bei mir überraschenderweise am besten. Einfach wunderbar, wenn Klassenkollegen, die man nie gesehen hat, die Hausaufgaben oder Prüfungsaufgaben bewerten. Durch die internationalen Workshops konnte ich zumindest meine Sprachkenntnisse etwas verbessern.

    Ich mag es, wenn auf http://www.patreon.com eine Künstlerin oder Künstler einen neuen Kurs veröffentlichen. Einer meiner besten Kurse war ein YouTube Video. Der Dozent hat sein Seminar in der Kunstschule einfach aufgezeichnet und auf YouTube veröffentlicht. Man hört, wie im Nebenraum Musik unterrichtet wird. Herrliche Stimmung.

    Offline Workshops wurden zwar angeboten aber ich habe in den letzten Jahren keinen Kurs gebucht. Ich mag es Online.

    Viele Grüße

    Ralf

    1. Hallo Ralf, vielen Dank für deinen wertschätzenden Kommentar! Ich empfinde die Möglichkeit zeitlich und örtlich unabhängig etwas für mich zu tun, kreativ zu werden, eine Anleitung zu erhalten, als sehr wertvoll. Sie eröffnet ganz neue Horizonte, wie du sagst, eben auch über den regionalen Tellerrand hinaus. Ich habe auf diese Weise andere Künstler gefunden, mit denen ich sonst vermutlich nicht in Kontakt gekommen wäre. Einem „echten“ Zusammentreffen wäre ich perspektivisch dennoch nicht abgeneigt. Ist es nicht wundervoll, sich aus beiden Welten die passenden Momente zusammenstellen zu können? Herzliche Grüße Shireen

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