Schwierig ja, aber auch unlösbar?
Ich hab mir das eigentlich einfacher vorgestellt.
Nicht die Challenge. Nicht das Tool. Sondern das Thema an sich. Businessfotos per KI — klingt doch logisch, oder? Einmal Foto hochladen, ein bisschen Text tippen, fertig. Neues Headshot für die Website, frisches Bild für die nächste Angebotsseite, kein Shooting-Stress, kein Datum-Koordinieren, kein halber Tag für Styling und Location.
Spoiler: So einfach ist es nicht. Auch nicht mit Gemini’s Nano Banano.
Vom aufwändigen Shooting zur smarten KI?
Als Solo-Selbstständige brauchst du Bilder von dir, und zwar nicht alle Schaltjahre mal, sondern ständig — für die Website, für das eigene Marketing, für Social Media, für deine Angebotsseiten, für den Newsletter, für Speaker-Anfragen, für Kooperationen.
Es ist aber auch so, ein richtiges Business-Shooting, das ist für die meisten von uns ein Highlight, ein Ereignis, etwas, das man sich irgendwann mal gönnt — wenn das Budget stimmt, wenn man sich aufrafft, wenn endlich die richtige Fotografin gefunden ist. Aber das ist halt nicht der Normalzustand. Was passiert also? Man fotografiert sich halt irgendwie selbst — lehnt das Handy gegen die Wand, stellt das Tripod-Stativ im Wohnzimmer auf oder verrenkt sich den Arm vor dem Spiegel für ein halbwegs brauchbares Selfie. Die Ergebnisse sind selten wirklich gut (außer man hat sich schon einmal Michaela Grönnebaums Business-Selfie-Onlinekurs gekauft), schon gar nicht in unterschiedlichen Settings, mit verschiedenen Outfits und für verschiedene Anlässe.
Ich hab schon früh angefangen, KI-generierte Bilder auszuprobieren, aus diesem echtem Need heraus, weil ich dachte: Wenn es doch so einfach geht, warum dann nicht?
Falls du es auch schon mal versucht hast, weißt du natürlich auch, was das Problem war. Anfangs ganz klar auch die Qualität, aber irgendwann mit fortschreitendem Können der Modelle war die oft gar nicht mal so schlecht. Das Problem war: Das war nicht ich.
Die Person auf dem Bild hatte irgendwie meine Haare, vielleicht meine Statur, irgendetwas — aber ich hätte sie auf der Straße nicht erkannt, und das ist für mich ein K.O.-Kriterium, weil Businessbilder kein dekoratives Beiwerk sind, sondern Vertrauen aufbauen, Wiedererkennbarkeit schaffen und zeigen sollen, wer da eigentlich hinter dem Business steckt. Und das geht einfach nicht mit einer austauschbaren KI-Frau, die zufällig so ähnlich aussieht wie ich.
Also, immer wieder: Nett. Aber nein.
Eine Nano Banano Challenge zur richtigen Zeit
Ich bin seit seiner Gründung Mitglied im KI-Business Club — einer Community für alle, die sich tiefer mit KI im Business auseinandersetzen wollen und Wert auf konkrete Empfehlungen legen, die sich auch wirklich im Alltag einsetzen lassen.
Jeden Monat gibt es eine Challenge, bei der man sich in der Gruppe intensiv mit einem Thema beschäftigt. Diesen Monat ging es um Nano Banano — den KI-Bildgenerator von Google Gemini, der unter anderem auf Basis von Referenzfotos neue Bilder von dir erstellen kann.
Also genau das, was ich die ganze Zeit gesucht hatte: ein Tool, das aus einem echten Foto von mir neue Businessbilder generiert, die auch wirklich nach mir aussehen. Klar, dass ich da dabei sein wollte.
Meine konkrete Ausgangsfrage: Kann Nano Banano das wirklich leisten — Bilder erzeugen, die ich bin und die ich tatsächlich verwenden würde? Nicht irgendwann, nicht theoretisch, sondern jetzt, mit meinen Mitteln, in realistischer Zeit.
Das wollte ich ehrlich rausfinden, mit echtem Referenzmaterial und optimierten Prompts.
Wie ich die Ergebnisse bewerte
Damit meine Bewertungen nicht aus dem Bauch heraus kommen, hab ich mir vorher klare Kriterien gesetzt — fünf Punkte, nach denen ich jedes Bild beurteilt hab:
Bin ich das? Nicht „ähnlich“, nicht „könnte sein“, sondern wirklich ich.
Haut & Dutt — echte Textur, kein Plastikgesicht, keine Überretusche, ich will Poren sehen und keinen Stockfoto-Glanz. Und ich brauche meinen Dutt. Ohne ist keine Option!
Licht — glaubwürdig und zum Setting passend, nicht dieses typische KI-Licht, das von überall und nirgendwo gleichzeitig kommt.
Körper & Proportionen — vollständiger Torso, keine komischen Gliedmaßen und etwa meine Statur.
Würde ich es nutzen? Nicht theoretisch, sondern ganz konkret: Website? Social Media? Angebotsseite?
Gemini macht einfach, was es will
Ich wollte (bzw. sollte entsprechend der Challenge) zunächst erstmal Prompts entwickeln, bevor ich überhaupt anfange zu generieren, und habe Gemini aufgefordert, mir gute Prompt-Vorschläge als Text auszugeben, die ich dann in Nano Banano verwende.
Was Gemini gemacht hat: sofort ein Bild generiert.
Also neuer Chat, klare Ansage: Ich möchte nicht, dass du ein Bild erstellst, ich möchte den Prompt als Text. Und was passiert? Gemini startet Nano Banano und generiert wieder ein Bild. Nochmal probiert, gleiches Ergebnis.
Ist kein Weltuntergang, dass es nicht direkt geklappt hat, aber es nervt. Als Workaround hab ich versucht, die Anfrage so klar wie möglich als reine Textaufgabe zu framen — „Formuliere mir einen Prompt als Text, starte keine Bildgenerierung“ — was nicht immer klappt, aber manchmal.
In meinem Austausch in der Challenge-Gemeinschaft stellte sich heraus, dass es zumindest nicht nur mir so geht. So fand sich auch ein Prompt, der letztlich so funktionierte, wie er sollte.
💡Alternativ kann man die Prompts auch komplett außerhalb von Gemini entwickeln und dann rübergehen — das hat bei mir am Ende am besten funktioniert.
Breit testen — zehn Settings, zehn Ergebnisse
Mein Ziel war, zehn ganz unterschiedliche Settings auszuprobieren — auf jeden Fall seriöse Business-Framings, aber auch ein paar spaßige Richtungen, die einfach nur zur Inspiration dienen und zeigen, was das Tool sonst noch kann. Weil ich selbst noch gar keine Ahnung hatte, welcher Stil am Ende wirklich zu mir passt, durften die Prompts bewusst ein breites Bild aufmachen, und das Ergebnis waren tatsächlich zehn sehr unterschiedliche Ansätze, die ich im Folgenden einzeln durchgehe — inklusive meiner Iterationen und der Learnings, die sich dabei ergeben haben.
Was mir aber schon vorher klar geworden ist: Für gute Ergebnisse ist das Ausgangsbild absolut entscheidend, und genau daran mangelt es bei den meisten von uns bereits — mich eingeschlossen. Ich hab trotzdem die „besten“ Fotos aus den Tiefen meines Laptops gezogen und losgelegt, und dabei schnell gemerkt, dass mein persönlicher Favorit nicht immer die besten Ergebnisse geliefert hat, weshalb ich am Ende mit insgesamt drei verschiedenen Referenzfotos gearbeitet habe.
Ach ja, ein wichtiger Hinweis: Um brauchbare Ergebnisse zu erhalten empfiehlt sich die Nutzung von Nano Banano Pro.


Ausgangsbild: Referenz A

Alternatives Bild Referenz B
1. High-Fashion Magazin-Editorial
Ausgangsprompt
Using the uploaded face as reference, a fashion model smiling and striking a confident pose. Wearing understated and simple, yet high-quality, black designer clothing. Set in an upscale minimalist studio. Editorial fashion photography style. Soft softbox lighting, 85mm lens, sharp focus, highly detailed natural skin.
Generiertes Bild

Bewertung
Das war der erste Prompt, der mir vorgeschlagen wurde, und direkt einer, der mich wirklich interessiert hat, weil er auf das Thema Business abzielt. Und das erste Ergebnis fand ich tatsächlich schon recht gut — ich war erkennbar, die Kleidung war passend gewählt. Was mich aber gestört hat: Die Softboxen, die dem Ganzen zu viel Studioatmosphäre gegeben haben. Also hab ich den Prompt angepasst.
Lösungsansatz
Der entscheidende Unterschied war ein einziger Zusatz: „Ensure absolutely no photographic equipment or softboxes are visible in the frame.“ Sobald dieser Satz drin war, war das „etwas zu viel des Guten“ KI-Studio weg — und das Ergebnis sah aus wie ein echtes Editorial, nicht wie ein Rendering aus einem virtuellen Fotostudio.
Zusätzlich hat sich dadurch auch die Lichtstimmung verändert, bzw. die Lichtquellen und Schatten im Raum.
Angepasster Prompt
Using the uploaded face as reference. High-end editorial fashion portrait using the uploaded face as reference. A fashion model smiling and striking a confident pose in an upscale minimalist studio. The lighting is bright, clean, diffused, and sophisticated, creating a lighter atmosphere while maintaining a serious tone. Avoid deep shadows or overly saturated „earthy“ colors. Skin tones are natural, luminous, and refined, not too rich. Wearing understated and simple, yet high-quality, black designer clothing against a seamless, neutral light grey studio background. 85mm lens, sharp focus, highly detailed natural skin texture. Ensure absolutely no photographic equipment, softboxes, or stands are visible in the frame.
Das hat richtig gut geklappt und mich veranlasst, den Prompt noch einmal nachzubessern und einen weitern Durchlauf zu starten. Mit dem Ziel, ähnliches Setting aber noch Varianz im Ergebnis.
Generiertes Ergebnis

Erweiterter angepasster Prompt
Using the uploaded face as reference. High-end editorial fashion portrait, medium-wide shot using the uploaded face as reference. A fashion model smiling and striking a confident pose. Crucially, the frame must be wider to clearly include her full arms and elbows within the composition, avoiding any awkward crops. The setting is an upscale minimalist studio featuring raw, architectural exposed concrete walls (Sichtbeton) as the main background texture. The lighting remains bright, clean, diffused, and sophisticated, creating a lighter atmosphere with no deep shadows or overly saturated colors. Skin tones are natural, luminous, and refined. Wearing understated and simple, yet high-quality, black designer clothing. 85mm lens, sharp focus. Ensure absolutely no photographic equipment, softboxes, or stands are visible in the frame.
Generiertes Ergebnis

Bewertung
Bin ich das? Ja! Ich erkenne micht und mag die Bilder von mir sehr gern.
Haut & Dutt — es wirkt wie ein Shooting, also „Hochglanz“ genug und doch ist es noch natürlich.
Licht — absolut glaubwürdig und zum Setting passend.
Körper & Proportionen — vollständiger Körper, meine Statur, und auch mein Kleidungsstil, sollte ich mich einmal fürs Business kleiden.
Würde ich es nutzen? Ja! Definitiv!
Weiterentwicklung: Eine Foto-Reihe mit Nano Banano
Da mir die Bilder so gut gefallen, habe ich beschlossen, eine Serie aus diesem Setting zu machen. Entsprechend habe ich mir die nötigen Prompts mit unterschiedlichen Posen erstellen lassen. Ich denke, die Prompts. die dabei entstanden sind, funktionieren.
Allerdings kann ich aktuell (nachdem ich alle noch nachfolgenden Bilder erstellt hatte) keine weiteren Bilder mehr generieren. Woran das liegt kann ich gerade nicht nachvollziehen. Ich vermute, dass ich ein Kontingent verbraucht habe. Sollte es absehbar wieder funktionieren, dann reiche ich Prompts und Ergebnisse an dieser Stelle nach.
2. Cinematic Cyberpunk
Ausgangsprompt
Using the uploaded face as reference, a futuristic rogue looking intense. Tech-wear jacket with glowing accents. Rainy dystopian city street at night. Cinematic sci-fi film style. Neon pink and cyan rim lighting, anamorphic lens, bokeh, photorealistic.
Generiertes Bild

Bewertung
An sich eine coole Idee, ich mag das Licht und die Stimmung einer solchen Szene. Testen wir das doch mal mit Schnee, Messy Bun und Lederjacke.
Angepasster Prompt
Using the initial uploaded face as reference, a futuristic intense looking. without looking at the camera. Messy bun. Black leather jacket with pachtes. Heavy nowy gotham city street at night. Cinematic sci-fi film style. Neon pink and cyan rim lighting, anamorphic lens, bokeh, photorealistic.
Generiertes Ergebnis

Bewertung
Bin ich das? Naja. In der ersten Version kann ich micht teilweise finden. In der zweiten Variante gar nicht, das ist eine fremde Frau.
Haut & Dutt — die Haut wirkt, der Szene entsprechend, für mich in Ordnung, aber im ersten Bild fehlt mein Dutt (ok, der kann aufgrund des Regens schon mal durchhängen), im zweiten Bild ist er zu viel.
Licht — filmisch glaubwürdig und somit zum Setting passend.
Körper & Proportionen — finde ich alles sehr passend.
Würde ich es nutzen? Nein, das ist mir zu wenig ähnlich.
90er retro Polaroid
Ausgangsprompt
Using the uploaded face as reference, a casual youth smiling subtly. Oversized vintage streetwear. Sunny suburban skatepark. 90s retro analog photography style. Direct flash lighting, light leaks, film grain, 35mm point-and-shoot camera.
Generiertes Bild

Bewertung
Eine lustige Idee, zumal wir doch alle hin und wieder gerne im „Weißt du noch?“ schwelgen.
Was mich gestört hat ist die Kleidung, sie ist mir etwas zu übertrieben 90er. Ein Versuch, sie weniger „übergroß“ und knabenhaft generieren zu lassen hat bei einem weiteren Versuch nicht geklappt.
Mir war es nicht wichtig genug weiter am Prompt zu feilen.
Bewertung
Bin ich das? Joar. Ich kann mich zumindest im Gesicht schon wieder finden.
Haut & Dutt — Pickel sehe ich nicht, aber ist bestimmt noch vor der Pupertät 😉 Immerhin, mein Dutt ist da. Wobei ich den damals nicht hatte – war eine Pferdeschwanz-Trägerin.
Licht — das sieht schon sehr stimmig aus.
Körper & Proportionen — finde ich passend. Mir taugen nur die Kleider nicht. Geschmacksache.
Würde ich es nutzen? Eher nein.
4. Digital Nomad
Ausgangsprompt
The uploaded face served as a template: a digital nomad. Summery outfit in Bali style. Sunlit scene with the sea and beach in the background at dusk. Lifestyle photography. Backlighting during the golden hour, warm lens flares, 85mm lens, soft, dreamy focus.
Generiertes Bild

Bewertung
Ja, so ein Leben wäre schon nice. Aber ich hätte wohl dennoch eher lässig schwarz an.
Angepasster Prompt
The uploaded face served as the template: a digital nomad. A light, summery outfit, yet entirely black. A sunlit scene with the sea and beach in the background at dusk. Lifestyle photography. Backlighting during the golden hour, warm lens flares, 85mm lens, soft, dreamy focus.
Generiertes Ergebnis

Bewertung
Bin ich das? Also, ich sehe mich da schon. Nicht zu hundert Prozent, aber zu 95, auf dem zweiten auch noch mehr. Und das bestimmt. nicht nur wegen der Kleidung.
Haut & Dutt — die Haut wirkt, der Szene entsprechend, für mich in Ordnung. Mein Dutt sitzt. Und sogar die kleinen lästigen abstehenden Haare im Nacken sind vorhanden.
Licht — fast etwas zu schön um wahr zu sein.
Körper & Proportionen — finde ich alles sehr passend.
Würde ich es nutzen? Ich denke, das zweite schon. Doch, ziemlich sicher.
5. Hintergrund anpassen
Ausgangsprompt
Transform the image of the woman looking at the camera from a busy, private background into a lively, warm café setting. Replace the current wall with a bright, modern office café with large windows letting in natural light. Add blurred tables with other people working, wooden shelves with books and plants, and pendant lamps in the background. The original woman, her clothing, and her pose remain exactly the same, but the entire scene is illuminated by the new, warm daylight and the inviting atmosphere of the café.
Generiertes Bild

Bewertung
Puh. Das stimmt ja irgendwie gar nicht. Wie eine Collage wirkt das Bild auf mich
Angepasster Prompt
A photorealistic composite image. Place the woman from the original image, keeping her exact pose, expression, and clothing, into a lively, warm modern office café setting. Crucially, she must be completely re-lit by the environment so she sits realistically within the scene. Bright, warm natural daylight from large windows to the side casts realistic highlights and soft shadows upon her face and clothing, replacing her original lighting. The colors of her skin and clothes must absorb the warm, golden tones of the café surroundings (wood, warm lamps). The background features blurred tables with people working, wooden shelves with books and plants, and warm pendant lamps creating a cozy bokeh. The perspective of the café background must perfectly match the camera angle of the woman to avoid a cutout effect.
Generiertes Ergebnis

Bewertung
Bin ich das? Ja, das bin ich.
Haut & Dutt — alles perfekt übernommen
Licht — im ersten Versuch passt es gar nicht, im zweiten sieht es etwas stimmiger aus.
Körper & Proportionen — perfekt übernommen.
Würde ich es nutzen? No way. Für mich stimmt die Perspektive nicht, der Lichteinfall, es wirkt einfach nicht rund, auch wenn ich nicht zu hunder Prozent sagen kann, weshalb.
6. Minimalistisches Studio-Porträt
Ausgangsprompt
Using the uploaded face as reference, a calm individual looking directly at the camera. Simple black turtleneck. Seamless plain white backdrop. Contemporary fine art portraiture. Butterfly lighting, ultra-sharp 100mm macro lens, visible skin pores, authentic natural look.
Generiertes Bild

Bewertung
Dieser Prompt ist für mich auch ein super sinnvoller Use Case. Derartige Bilder brauchen wir im Business auch immer wieder.
Ich finde die generierte Frau auch sehr schön. Sie hat manche meiner Attribute, aber dennoch ist sie nicht ich. Oder ich nicht sie.
Lösungsansatz
Da auch eine weitere Runde mit meinem Ausgangsbild keine wirkliche Nähe brauct, habe ich hier mal beschlossen die Referenz zu wecheseln und als Ausgangsbild Referenz B genutzt.
Angepasster Prompt
Using the uploaded face as reference, a calm individual looking directly with a gentle smile at the camera. Simple black turtleneck. Seamless plain white background. Contemporary fine art portraiture. Butterfly lighting, ultra-sharp 100mm macro lens, visible skin pores, authentic natural look.
Das hat richtig gut geklappt und mich veranlasst, den Prompt noch einmal nachzubessern und einen weitern Durchlauf zu starten, da ich eigentlich keine Rollkragenpullover trage.
Generiertes Ergebnis

Erweiterter angepasster Prompt
Using the uploaded face as reference, a calm individual looking directly with a great smile at the camera. Simple black t-shirt. Seamless plain white background. Contemporary fine art portraiture. Butterfly lighting, ultra-sharp 100mm macro lens, visible skin pores, authentic natural look.
Generiertes Ergebnis

Bewertung
Bin ich das? Ja! Ich erkenne mich und mag die beiden letzten Bild von mir sehr gern.
Haut & Dutt — genau so, wie es sein soll.
Licht — absolut glaubwürdig und zum Setting passend.
Körper & Proportionen — genau so wie ich es erwarte und, inklusive der feinen Härchen, die immer abstehen.
Würde ich es nutzen? Ja! Definitiv!
(Und ja, eigentlich hat die KI hier gar nicht viel getan, es entspricht sehr stark dem Ausgangsmaterial. Vielleicht finde ich es deshalb so gut?)
7. Café Atmosphäre
Ausgangsprompt
Hyper-realistic studio photoshoot using the uploaded face as reference. A fleeting moment (candid shot) in a co-working space. A woman in a sage-green blazer and white T-shirt holds a coffee cup and smiles subtly at something she sees on a tablet. The light comes from a large window on the left and casts realistic shadows on the wooden table. You can see the fine details of her laugh lines and the imperfections of the fabric. Vibrant, yet natural colors. Canon EOS R5, 50mm lens.
Generiertes Bild

Bewertung
Schon echt gut. Allerdings mag ich es nicht, wenn so viele generierte Menschen auf dem Bild sind. Und, ich habe beschlossen, dass ich doch lieber schwarz trage.
Angepasstes Ergebnis

Bewertung
Bin ich das? Ja, das bin ich zumindest so ziemlich.
Haut & Dutt — alles perfekt übernommen, sogar ein bisschen mehr drauf gegeben (oder ich übersehe das mehr an Fältchen im Spiegel, who knows).
Licht — sieht gut aus und ich habe ein stimmiges Gefühl.
Körper & Proportionen — perfekt übernommen.
Würde ich es nutzen? Ja! Zu diesem Zeitpunkt befindet es sich bereits auf dieser Website – geh doch mal auf die Suche.
8. Random Settings mit Nano Banano
Ich habe ja eingangs erwähnt, ich habe 10 Prompts für 10 unterschiedliche Settings erstellen lassen. Alle oben nicht aufgeführten Ansätze als random Bild-Ergebnisse. Alle nicht so arg ernst zu nehmen.






9. Praxistest
Meine Kollektivista Petra Wild veröffentlicht regelmäßig ein Magazin um ihre Kunst zu präsentieren. In einer der Ausgaben darf ich zu Wort kommen. Und, auch wenn es sich um ein Online-Magazin handelt, so wäre es doch klasse, es einfach mal in Händen zu halten. So lässt sich gleich viel besser Werbung dafür machen.
Ich hatte also ein Bild von mir, einen Screenshot des Magazins und die richtigen Prompts für Nano Banano.
Das war mein Basis-Prompt
Hyperrealistic studio photoshoot using the uploaded face as a template. A professional, high-quality medium-wide shot photograph. The person from [Reference to PERSON image] is framed so their entire head, completely including their hair bun (Dutt), as well as their shoulders and torso, is clearly visible within the frame. They are looking directly at the camera with a genuine, joyful, wide smile and laughing eyes. They are proudly holding up the physical magazine based on [Reference to MAGAZINE image] with both hands, presenting the cover towards the viewer.
Crucially, the magazine is realistically scaled to appear as a standard DIN A4 size relative to the person’s body, not appearing oversized. Their hands grip the sides of the magazine naturally, causing the paper to curve slightly and realistically. The fingers cast subtle, soft shadows onto the magazine cover, emphasizing its tangible, haptic quality.
[HIER DEINE WUNSCH-HINTERGRUND-OPTION EINFÜGEN]
The lighting on the person is flattering and soft, matching the atmosphere of the background perfectly, creating clear definition on the face, hair, and the magazine cover.
Option A: Das warme Studio (Sehr neutral & hochwertig)
The setting is a clean, minimalist photo studio. The background is a seamless, warmly lit wall in a soft beige or greige tone, very smooth and completely out of focus, with only subtle soft light gradients creating depth without any distracting objects.
Option B: Das Café (Lebendig & gemütlich)
The setting is the interior of a stylish, modern café, but heavily blurred into a soft bokeh. Hints of warm wood textures, soft ambient background lights, and perhaps a blurred green plant create a friendly, cozy atmosphere without showing distinct details or people.
Option C: Stadtarchitektur (Dynamisch & hell)
The setting is a modern urban environment with soft natural daylight, like an upscale loft balcony or a quiet city corner. The background is significantly blurred, showing only soft shapes of modern architecture like warm brick, concrete, or glass, creating a bright, cosmopolitan feel.



Mein Fazit zum Praxistest mit Nano Banano
Was Nano Banano für Businessbilder wirklich gut kann
- Studio-Porträts mit klarer Lichtsetzung und Business-Ästhetik
- Präzises Reagieren auf detaillierte Prompts, denn wenn du genau sagst, was du willst, liefert es auch
- Kreative Composings mit mehreren Uploads wie Mockups, Patches und Banner
- Style-Variationen über einen starken Basis-Prompt, ohne jedes Mal von vorne anzufangen
Wo es (noch) hapert
- Ähnlichkeit leidet bei sehr abstrakten oder farbintensiven Settings spürbar
- Hintergrundtausch mit überzeugendem Relighting braucht Präzision und mehrere Iterationen
- Zu viele Elemente gleichzeitig überfordern das Tool, und das Gesicht leidet als erstes
Meine Checkliste — wenn du es nachmachen willst
- Gutes Ausgangsmaterial schlägt alles. Ein bis zwei wirklich scharfe, gut belichtete Referenzfotos schlagen zehn mittelmäßige jedes Mal.
- Framing explizit ansagen. Sag explizit an, wieviel Körper du sehen willst, sonst kriegst du oft Mist.
- Negative Constraints nicht weglassen. „No softboxes, no stands, no equipment visible“ klingt seltsam, machte bei mir aber oft den Unterschied. Man weiß ja auch erst in der zweiten Runde, was man nicht sehen will.
- Relighting aktiv einfordern. Wenn du das Setting wechselst, sag dem Prompt, dass das Umgebungslicht auf die Person fallen soll. Zum Beispiel bei einer Serie.
- Basis-Prompt einmal richtig aufbauen und dann nur die eine Schraube tauschen, die du tauschen willst. Die KI hilft beim Anpassen richtig gut. Sie erkennt auch oft die Stellschrauben.
- Mehrere Iterationen einplanen, denn das ist der Prozess.
Was ich damit sagen will
Ich hab diese Challenge nicht gestartet, um Nano Banano zu feiern, sondern weil ich einen echten Need hab und ehrlich wissen wollte, ob das Tool dieses Bedürfnis erfüllt — nicht nur theoretisch, sondern ganz konkret: Würde ich das Ergebnis wirklich nutzen?
Meine Antwort: Ja, doch — und das ist tatsächlich mehr, als ich erwartet hatte.
Die besten Ergebnisse — meine Business-„Shootings“ — hätte ich in dieser Qualität vor einem Jahr schlicht nicht hinbekommen, weil sich die Technologie wirklich enorm weiterentwickelt hat. Also ja, einige Bilder werde ich tatsächlich nutzen, was ich nicht leichtfertig sage.
Aber man muss sich schon ein wenig drauf einlassen, denn die Qualität kommt aus dem Zusammenspiel von einem (zwei) wirklich gutem Referenzfoto, aber ebenso gut durchdachtem Prompt und einem starken Nervenkostüm, um mehrere Runden zu drehen.
Andererseits, so ein Shooting in echt kostet ja auch richtig viel Zeit (und Geld).
Und bevor alle „Oje“ schreien: Nee. Es ist kein Ersatz für ein gutes professionelles Shooting, das soll esja auch nicht sein, aber als ernsthafte Ergänzung für die Momente, in denen ein Post jetzt raus muss und kein Budget für ein Shooting da ist.
Ich bin gespannt, wohin sich das entwickelt, und ich werde es auf jeden Fall weiter testen, weil mich das Thema bei mir selbst, aber auch bei meinen Kollektivistas immer wieder berührt.
Und jetzt du:
Hast du Nano Banano schon ausprobiert oder planst du es? Für welchen Use Case würdest du es am liebsten einsetzen? Schreib’s mir gerne in die Kommentare, ich lese wirklich mit und freue mich über den Austausch.


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